IAKB
Institut für Angewandte Kulturelle Bildung
Partner Projekte Forschung Aktuell Start Archiv Impressum



Forschendes Lernen und
Szenisches Handeln in Modellprojekten

Künstler inszenieren zusammen mit Kindern und Jugendlichen, Kulturpädagogen und Lehrkräften verschiedener Fachrichtung, Theater-/Tanz-/Filmprojekte in Kooperation mit Schulen, Theatern und sozialen Einrichtungen. Die jungen Menschen stehen dabei im Mittelpunkt, ihre Erfahrungen, Wünsche und Träume. Wir legen großen Wert auf Lebensweltbezug der Inhalte und die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Entwicklung der Geschichten und des gesamten Probenprozesses.

Wir schaffen mit künstlerischen Mitteln Möglichkeits- und Freiheitsräume für Forschendes Lernen und Interkulturelle Bildung in und außerhalb der Schule. Mit Methoden Szenischen Handelns entstehen neue Lernkulturen und eine hohe Qualität künstlerischer Darstellung.




Theater-/Tanz-/Filmprojekt
Februar - Dezember 2010
Bist Du sicher?

Neues politisch-interkulturelles Theater-/Tanz-/Filmprojekt des Instituts für Angewandte Kulturelle Bildung zum Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung - EJ 2010. In Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis der Städtischen Willy-Brandt-Gesamtschule und dem PATHOS transport theater, München. Zusätzliche Workshopreise nach Bosnien zur politischen und kulturellen Bildung.

Wir forschen und recherchieren mit Film, improvisieren und entwickeln Theaterszenen und Choreografien zusammen mit Künstlern und Schüler/innen der Städtischen Willy-Brandt-Gesamtschule, München, sowie Jugendlichen im sozialen Brennpunktbereich der Stadtviertel Harthof-Hasenbergl-Milbertshofen, dem Haupteinzugsbereich der Schule. Thema: Interkulturelle Auseinandersetzung, Armut, Gewalt, Liebe und soziale Integration.

Uraufführuhng: 3. Oktober 2010, PATHOS transport theater, München

Inhalt/Konzept

Presseinformation


Theater-/Tanz-/Filmprojekt
September 2008 bis Juli 2009
Glaubst Du? - Wer bin ich?

Internationales Theater-/Tanz-/Filmprojekt von Künstlern des IAKB und Lehrkräften und Jugendlichen der Städtischen Willy-Brandt-gesamtschule, aus Stadtteilen im Norden Münchens sowie aus Dnepropetrowsk, Ukraine.



Teilnehmer/innen: 30 Kinder und Jugendliche, 6.-10. Jahrgangsstufe, aus 13 verschiedenen Herkunftsländern, Gläubige der Weltreligionen: Christentum, Othodoxes Christentum, Islam, Buddhismus, Judentum sowie Schüler, die sich als "Atheisten" verstehen und Indianer, die an Naturgötter glauben.

Wir recherchieren mit der Filmkamera in kulturellen Gemeinschaften in München und in Dnepropetrowsk (Ukraine), in denen die teilnehmenden Jugendlichen aktiv sind und fragen uns: "Wer bin ich? Woran glaube ich? Wo komme ich her, wo gehe ich hin? Für welche Kultur stehe ich?" Aus den Begegnungen, Ritualen, Fragen und Kontroversen entwickeln wir interkulturelle Szenen und Geschichten für unsere neue Inszenierung – szenische, tänzerische und filmische Schlaglichter auf Freiheitsrdrang, Lebensumstände, Träume und Traumata einer jungen Generation.

In die Inszenierung eingebettet sind Filmaufnahmen aus der Workshop-Aufführung und Kulturrecherche zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus der jüdischen Schule in Dnepropetrovsk.

Das Projekt „Glaubst Du? – Wer bin ich?“ ist Teil einer neuen Entwicklung und Öffnung der Schule für interkulturelle und künstlerische Bildungsarbeit.
Uraufführung: Sonntag, 19.7., 19 h, Theater "schwere reiter"

Weitere Vorstellungen:
Montag, 20.7., 19 h
Dienstag, 21.7., 11 h
Dienstag, 21.7., 14 h

Regie, Dramaturgie: Tom Biburger
Choreografie: Dorothee Janssen
Pädagogische Begleitung: Andrea Oestreicher, Tamara Gienow,
Larissa Kurilenko
Assistenz, Kamera, Filmschnitt: Rebecca Walbrecker
Deutsch-ukrainische Kooperation: Anna und Vadim Bilyarchyk
Übersetzung: Anna Bilyarchyk, Vera Pinchuk

Die Vorstellungen sind Teil des Theater-/Tanzfestivals
"Rampenlichter", 19.-23.7., Theater "schwere reiter"
Dachauerstr. 114, München




Die Jugendlichen fragen nach den gültigen Regeln ihrer Kulturen und hinterfragen Konventionen, die ihre Freiheit einschränken. Aus kontroversen Diskussionen entstehen provozierende Raps zu Religion und der Forderung nach einer befreiten Sexualität.

Choreografien, Filme und Theaterszenen zu kulturellen Ritualen, die Halt vermitteln, aber ebenso freiheitliche Lebensführung einschränken können. In projezierten Filmszenen und live auf der Bühne des Theaters „schwere reiter“, München, stellen sich die Jugendlichen der Herausforderung von Aids und Empfängnisverhütung, haben Suizidgedanken und fühlen die rettende Kraft der Liebe.
















Weitere Aufführungsfotos

Festivalprogamm

Probenfotos



Ukraine-Projekt
6. - 13. Juni 2009
Interkultureller Theater-/Tanzworkshop

Projektbesprechung in der jüdischen Schule

Jugendliche verschiedener Glaubensrichtungen aus der Städtischen-Willy-Brandt-Gesamtschule treffen auf Schülerinnen und Schüler der jüdischen Schule Dnepropetrovsk. Gemeinsam recherchieren wir in der Synagoge, filmen das Lesen aus der Tora, rituelle Gebetshandlungen und bestaunten das Schreiben der Tora mit Tinte und Federkiel sowie die Diskussionskultur der Schriftgelehrten. Wir besuchen mit der Kamera das Pfingstfest der russisch-orthodoxen Kirche, Ausstellungen und Museen.

Wir wohnen zusammen in einem Haus und lernen jüdische Sitten und Esskulturen. Aus unseren Eindrücken und Arbeitsproben, die wir aus dem Projekt aus München mitbringen, arbeiten wir an Szenen und Tänzen, die in eine öffentliche Aufführung in Dnepropetrovsk münden.

Premiere: 11.6., 12 h, Jüdische Gemeinde Dnepropetrowsk, Theatersaal

Ablauf der Workshop-Reise

Projektdarstellung der Jüdischen Gemeinde "Goldene Rose"

Dramaturgische Arbeit im Theater -


Bei den Tora Schriftgelehrten


Entspannung auf der Bühne


und wissenschaftlichen Schreibkünstlern


Besuch im russisch-orthodoxen Höhlenkloster, Kiew


mehr Fotos

Für das Schuljahr 2009/10 ist die Fortsetzung des Projektes und eine interkulturelle Studien- und Workshopreise in ein muslimisches Land und entsprechender Religionsgemeinschaft geplant, wieder in Verbindung mit einer konkreten persönlichen und familiären Kooperations-/Anschlussmöglichkeit. Viele Schülerinnen des Projektkurses stammen aus Bosnien, Kosovo, Albanien, Irak, Pakistan, Benin oder der Türkei.




Startseite